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Magazin für Bauherren, Planer und Installateure

6. Schweizer Haustech Planertag

Auf dem Weg zum Green Building

Der Klimagipfel in Kopenhagen im Dezember 2009 hat es mit aller Deutlichkeit aufgezeigt: Die Politiker sind nicht fähig, innert nützlicher Frist eine Lösung des Klimaproblems zu erwirken! Dazu sind die Interessen und Positionen zwischen den Industrie- und den Entwicklungsländern zu unterschiedlich. Konkrete Ziele sind daher keine gefasst und verabschiedet worden. Es bestehen somit lediglich die Vereinbarungen, welche die Teilnehmerstaaten 1997 beim Klimagipfel in Kyoto eingegangen sind. Danach müsste die Schweiz den CO2-Ausstoss bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990 um 20% zu reduzieren.

Fest steht wohl auch, dass die Schweiz das Teilziel, die Reduktion der Emissionen aus der Verbrennung von Brenn- und Treibstoffen um 10% von 2008 bis 2012, nicht erreichen wird. Dies entgegen den Beteuerungen von Energieminister Moritz Leuenberger. Wohl wäre das Ziel noch über den Umweg des Einkaufs von ausländischen Emissionszertifikaten realisierbar. So wie dies zum Beispiel die Stiftung Klimarappen mit Hilfe der Steuereinnahmen von 1,5 Rappen je Liter Benzin und Diesel macht. Doch das wäre der falsche Weg und auch nicht im Sinne des Kyoto-Protokolls.

Fakt ist: Die Schweiz konnte seit 1990 die CO2-Emissionen nicht signifikant senken. Es bedarf daher nun der Taten statt der schönen Worte! Fakt ist überdies: Mehr als 40% der Energie werden in der Schweiz für Heizung und Warmwasser in Gebäuden verbraucht. Mit umfassenden Gebäudesanierungen könnte dieser Verbrauch leicht halbiert werden. Denn noch immer werden die meisten Gebäude mit fossilen Brennstoffen beheizt. Die Energieeinsparen würden damit zugleich auch zur Verringerung der CO2-Emissisonen führen.

Auf dem Weg zur Erreichung der Kyoto-Ziele bieten sich den  Gebäudetechnikbranchen somit echte Chancen, die es zu nutzen gilt. Denn, wenn die Politiker nicht fähig sind, auf der politischen Ebene Lösungen herbei zuführen, dann müssen sich die verantwortlichen Fachleute der Energie und Gebäudetechnik umso mehr engagieren. Wie der Schweizer Planertag bereits in den Vorjahren aufgezeigt hat, bemühen sich heute viele Forscher und Wissenschafter an den Schweizer Hochschulen um neue Lösungen, den Energieverbrauch in den Gebäuden drastisch zu reduzieren.

Zu diesen wichtigen Entwicklungen werden Sie, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, heute mehr erfahren. Ich wünsche Ihnen deshalb einen informativen und interessanten 5. Schweizer Planertag.

Ihr

Herr Oskar E. Aeberli Oskar E. Aeberli   
Alt Chefredaktor Haustech und Initiant Schweizer Planertag